Der Schneider und seine Lehrerin

Geschrieben für den 1. Landshuter Krimiwettbewerb 2004. Die Vorgaben waren, die Wörter „Teralitur“, „Röcklturm“, „borstig“ und „pfeifen“ in genau dieser Form zu verwenden.
Habe ich gemacht und gewonnen.

Der Schneider sitzt also da im Biergarten und trinkt, na was denkst du, ein Bier. Und die Isar rinnt dahin Richtung Maxwehr, als wär nichts gewesen. Und gegenüber beim Röcklturm, da kann der Schneider sehen, wie das Blut von seiner Lehrerin in der Sonne glitzert, auf den Kies runtertropft und dann versickert. Ganz groß sieht er dahinter den Turm von der Martinskirche und denkt dabei an seine Kommunion.

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Die purpurnen Flüsse

Da muss ich ganz klar sagen: Ja sakrament, so ein Mist.
Ich hab ja nix gegen einen brummelnden Jean Reno, ich mag Buddy-Movies und finde Krimis nicht schlecht, Berge sind auch schön, eigentlich viel drin, was mir gefallen könnte.
Aber eine derartige Ansammlung von logischen Brüchen, abstrusen Motiven, völlig unlogischen Handlungen flüchtig skizzierter Nebenfiguren hab ich ja noch selten gesehen.

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Krankheit

Es gibt die Forderung, Krankheitstage im Verhältnis 1:5 auf den Urlaub aufzurechnen. Alle Parteien sind dagegen. Logisch, ist ja Wahlkampf. Nachher sehen wir dann weiter.
Jedenfalls soll pro fünf Tage krank sein ein Tag Urlaub gestrichen werden. Heißt also im Endeffekt, entweder 30 Tage Urlaub oder 150 Tage krank.
Wer da noch lang überlegen muss, dem kann ich auch nicht helfen.

Vorfahrt

Ist beim Poetry Slam in Landshut nicht so toll angekommen.
Die Publikumsreaktion war nicht unerwartet, aber sehenswert.

Einer sagt: Die Hölle, das sind die anderen. Kluger Mann. Ich bin ja kein Philosoph. Ich weiß es nicht.
Und dann fährt mir dieses Arschloch voll rechts rein. Ein paar Kilometer außerhalb, Frühling, die Sonne scheint. Keine Bäume, keine Sträucher, überhaupt nichts. Nur Gegend. Ich hatte Vorfahrt, er fährt mir rein. Peng.

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Remember the Alamo

Ich gehe zu den Stadtwerken, um mich zu beschweren. Ich bin nämlich zu dem Schlus gekommen, dass die Stadtwerke für jeglichen Unbill, der mir in meinem Leben bisher widerfahren ist, verantwortlich sind.
Jedenfalls sagt die Frau zu mir: „Ja bitte.“
„Ich möchte mich bitte beschweren.“ sage ich. Herrgott, warum sage ich „bitte“, ich könnte mich in den Hintern treten.

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