Archives

Komm mit

Eigentlich als Fingerübung zum Dialog geschrieben, dann eingereicht zu einem Wettbewerb mit Thema „amour fou“.
Thema war wohl verfehlt.

Später aus einem mir entfallenen Anlass im Rathaus-Prunksaal vor illustrem Publikum gelesen.
Mit mir on stage: Landshuts OB himself – Hans Rampf

ob

„Ich weiß gar nicht, ob das überhaupt Liebe ist“, sagt sie und wischt sich den Mund ab.
„Mhm“, sagt er. Dann trinkt er einen Schluck Wein. Sie auch.
Dann rauchen sie.

Read more… →

Dosen

Eingereicht bei einem Wettbewerb von FM4 zum Thema „werktags“.

Eine Dose. Und noch eine Dose. Und noch eine Dose. Und jedes Mal steck ich den Deckel drauf. Und noch eine Dose. Dann kommt die Dose in die Schachtel und die nächste Dose kommt. Und noch eine Dose. Und noch eine Dose. Und noch eine Dose. Und wenn die Schachtel voll ist, kommt sie weg.

Read more… →

Der Schneider und seine Lehrerin

Geschrieben für den 1. Landshuter Krimiwettbewerb 2004. Die Vorgaben waren, die Wörter „Teralitur“, „Röcklturm“, „borstig“ und „pfeifen“ in genau dieser Form zu verwenden.
Habe ich gemacht und gewonnen.

Der Schneider sitzt also da im Biergarten und trinkt, na was denkst du, ein Bier. Und die Isar rinnt dahin Richtung Maxwehr, als wär nichts gewesen. Und gegenüber beim Röcklturm, da kann der Schneider sehen, wie das Blut von seiner Lehrerin in der Sonne glitzert, auf den Kies runtertropft und dann versickert. Ganz groß sieht er dahinter den Turm von der Martinskirche und denkt dabei an seine Kommunion.

Read more… →

Vorfahrt

Ist beim Poetry Slam in Landshut nicht so toll angekommen.
Die Publikumsreaktion war nicht unerwartet, aber sehenswert.

Einer sagt: Die Hölle, das sind die anderen. Kluger Mann. Ich bin ja kein Philosoph. Ich weiß es nicht.
Und dann fährt mir dieses Arschloch voll rechts rein. Ein paar Kilometer außerhalb, Frühling, die Sonne scheint. Keine Bäume, keine Sträucher, überhaupt nichts. Nur Gegend. Ich hatte Vorfahrt, er fährt mir rein. Peng.

Read more… →

Remember the Alamo

Ich gehe zu den Stadtwerken, um mich zu beschweren. Ich bin nämlich zu dem Schlus gekommen, dass die Stadtwerke für jeglichen Unbill, der mir in meinem Leben bisher widerfahren ist, verantwortlich sind.
Jedenfalls sagt die Frau zu mir: „Ja bitte.“
„Ich möchte mich bitte beschweren.“ sage ich. Herrgott, warum sage ich „bitte“, ich könnte mich in den Hintern treten.

Read more… →