Die purpurnen Flüsse

Da muss ich ganz klar sagen: Ja sakrament, so ein Mist.
Ich hab ja nix gegen einen brummelnden Jean Reno, ich mag Buddy-Movies und finde Krimis nicht schlecht, Berge sind auch schön, eigentlich viel drin, was mir gefallen könnte.
Aber eine derartige Ansammlung von logischen Brüchen, abstrusen Motiven, völlig unlogischen Handlungen flüchtig skizzierter Nebenfiguren hab ich ja noch selten gesehen. Ein oder zwei wirklich gute Szenen, zum Beispiel der französisch ausgesprochene Bill Gates („Hier werden die neuen Bill Gatess gezüchtet.“ „Wer?“ „…Bill Gaahts..?“ „Achso, Bill Gates“) werden prompt von irgendeiner Drecksszene wieder untergebuttert. Zum Beispiel von der völlig überdrehten, bescheuerten Schlägerei mit den Nazis. Wenn ich keine Kampfszene choreografieren kann, ohne dass sich der Zuschauer ans Hirn langt, dann lass ichs halt bleiben.
Und dann höre ich Leute die sagen: Oh, aber die Landschaftsaufnahmen, ein Hoch auf die Landschaftsaufnahmen!
Sag ich: Ja, Scheißdreck, da pfeif ich auf die Landschaftsaufnahmen, die waren in den Achtzigern in Fire&Ice von Bogner auch schon drin und wenn nicht besser.
Sagen die anderen: Naja die Logik, was willst du von den Franzosen erwarten, die machen immer unlogische Filme.
Sag ich: Dann sollen sie halt nicht ausgerechnet einen KRIMI machen, die blöden Franzosen, sondern halt, was weiß ich, ein surrealistisches Sonstwas-Drama oder einen Star Wars-Film, da ist die Logik scheißegal.
Aber halt, Star Wars: „Das fünfte Element“ finde ich auch scheiße. Ich glaube ich finde fast alle französischen Filme Scheiße. Wenn mir ein Guter einfällt sag ich bescheid.
Warum die da übrigens noch einen zweiten Teil gedreht haben ist mir völlig schleierhaft.